Schärfen für die Ausgabe von Bildern

In diesem Artikel wird, exemplarisch mit der Bildbarbeitungssoftware Affinity Photo, das Schärfen mit den Filtern „unscharf maskieren“, „Klarheit“ und „Hochpass“ erklärt.

Schärfen mit dem Hochpassfilter

Hochpassfilte aktivieren

Wird der Hochpassfilter aktiviert, erscheint zunächst nur eine graue Fläche mit Konturen.  Mit dem erhöhen des Radius , werden die Kunturen immer deutlicher sichtbar.

Bild sichtbar werden lassen

Der Effekt des Filters wird sichtbar, wenn einer der Mischmodi „weiches Licht“, hartes Licht, oder „lineares Licht“ aktiviert wird.

Schärfen mit dem Hochpassfilter

Der „Hochpassfilter“ wirkt sich auf die Kontrastgrenzen einer Datei aus. Um so größer der Wert des Radius gewählt wird, desto mehr wird der Bereich an den Grenzen ausgedehnt.
Das Schärfen mit dem „Hochpassfilter“ trägt zu einer Erhöhung der Mikrokontraste über den gesamten Tonwertbereich bei. Bilder, welche mit dem „Hochpassfilter“ geschärft wurden, wirken in der Regel plastisch und brillant.

Grundsätzlich sollten die Werte zur Nachschärfung nicht zu hoch ausfallen. In Affinity Photo werden die Konturen auf einer grauen Fläche mit dem Erhöhen der Filterstärke immer deutlicher sichtbar. Erst wenn ein anderer Mischmodus als „normal“ gewählt wird, ist die Wirkung auf der Bildebene sichtbar.

Als Mischmodi kommen „Ineinanderkopieren“, „weiches Licht“, „hartes Licht“ und „lineares Licht“ in Frage. Die Wirkung ist von „Ineinanderkopieren“ hin zu „lineares Licht“ aufsteigend.

Ein guter Anhaltswert ist ein Radius von 0,3 – 0,5 Pixel zusammen mit dem Mischmodus „hartes Licht“.

Unscharf maskieren

Unscharf maskieren

 Mit der unscharfen Maskierung werden die Kontraste kleinster Details in einer Datei erhöht. Mit dem Radius wird die Anzahl der Pixel, um ein bestehendes helles Pixel herum, gewählt. Der Faktor bestimmt, wie viel Kontrast zugefügt wird. Der Schwellenwert bestimmt den Helligkeitswert, ab dem der Filter aktiv werden soll.

Mit dem Radius können die Mikrokontraste gezielt beeinflusst werden, mit dem Schwellenwert können Tonwerte, wie zum Beispiel die der Lichter, von der Kontraststeigerung ausgenommen werden.

Auch die Werte für den unscharf Maskierungsfilter sollten nicht zu hoch ausfallen. Für den Druck bietet sich ein Radius von 0,6 bis 1px bei einem Faktor von 0,5 und einem Schwellenwert von etwa 10% an.

Tipp: Soll sich der Filter nur auf die dunklen Tonwerte auswirken, leistet der Mischmodus „abdunkeln“ gute Dienste. Zusammen mit diesem Mischmodus werden die Strukturen in einem Bild verstärkt.

Schärfen mit dem Filter Klarheit

Der Filter „Klarheit“ erhöht die lokalen Kontraste vornehmlich in den mittleren Tonwerten und differenziert diese um so effektiver, je höher der Wert gewählt wird.

Schärfe in Kombination und mit Luminanzmasken

Ein interessanter Ansatz ist die Kombination von Filtern zum Schärfen einer Datei. Mit einer Kombination können Tonwerte getrennt von einander geschärft werden, beziehungsweise gezielt manipuliert werden.

Hochpass und unscharf maskieren

Eine bewährte Kombination ist die des „Hochpassfilters“ zusammen mit dem „unscharf maskieren Filter“. Für den „Hochpassfilter“ ist ein Wert von 0,2 im Mischmodus „hart mischen“ und für den „unscharf maskieren Filter“ ein Wert von 0,6/0,5/10% zu wählen. Über die Deckkraft der Ebene kann die Größe der Einwirkung beeinflusst werden.

Schärfen mit Luminanzmasken

Um Bereiche von der Kontrasterhöhung auszunehmen, bietet sich das Anlegen einer Luminanzmaske an.
Wählen Sie über die Menüleiste „Auswählen“-Tonwertbereich um die Lichter, Zwischentöne und Schattenbereiche getrennt von einander zu wählen. Wenn die Auswahl aktiv ist und Sie im Anschluss einen Schärfefilter aktivieren, legt Affinity Photo automatisch eine Maske in diesen Bereichen an.

Tipp: Wählen Sie die Mitteltöne aus, um die hellen und dunklen Bereiche zu schützen. So vermeiden Sie Artefakte an Grenzlinien und reduzieren das Rauschen in den dunklen Bereichen.