Profilerstellung und Charakterisierung
Die Erstellung präziser ICC-Profile ist das Herzstück des Farbmanagements bei wasserbasierten Tintenstrahldruckern. Das Profil muss die spezifischen Eigenschaften des Druckers, der Tinte und des Papiers berücksichtigen:
-Messung von Testseiten: Ein standardisiertes Testchart (z.B. basierend auf ISO 12647 oder ähnlich) wird mit dem jeweiligen Drucker/Tinte/Papier-System gedruckt.
-Farbmessung: Die gedruckten Farbfelder werden mit einem Spektralfotometer gemessen (z.B. X-Rite i1Pro, Konica Minolta CM-700d, Babierie Spectro LFP).
-Profilberechnung: Profilerstellungssoftware (z.B. Argyll CMS, ColorLogic ZePrA, Esko DeskPack) berechnet die Farbabweichungen und erstellt ein Profil, das diese kompensiert.
-Validierung: Ein zweites Testchart wird gedruckt und gemessen, um die Profilgenauigkeit zu überprüfen.
Wichtig: Profile müssen regelmäßig überprüft und neu erstellt werden, da sich Druckköpfe abnutzen, Tinte altert und Papierchargen variieren können.
Papierspezifische Profile
Wasserbasierte Tinten zeigen auf verschiedenen Papiersorten völlig unterschiedliche Farbwiedergabe. Daher ist es notwendig, separate Profile für jede verwendete Papierkombination zu erstellen:
-Glänzendes Papier: Höhere Farbsättigung, aber Glanzflecken möglich.
-Matte Papiere: Natürlichere Farbwiedergabe, aber geringere Sättigung.
-Kunstdruckpapiere: Mittlere Sättigung, gute Farbstabilität.
-Baumwollpapiere: Variable Absorption, erfordert spezielle Trocknungsprofile.