Farbräume
In der folgenden Lektion wird eine Auswahl an Farbräumen vorgestellt, die in der Praxis relevant sind. Es ist zu beachten, dass Farbräume stets einen Ausschnitt des LAB-Farbraummodells darstellen und dennoch im Verhältnis zueinander beträchtliche Unterschiede in Größe und Form aufweisen können. Die Form eines Farbraums ist insbesondere im Falle einer Konvertierung von Bedeutung.
In zahlreichen Fällen decken sich Quell- und Zielfarbraum weder in Größe noch in Form. An den Stellen, an denen keine Überschneidungen bestehen, kommt es im Falle einer Konvertierung zu Farbverlusten beziehungsweise Farbverschiebungen. Diese Verluste können durch die Auswahl einer geeigneten Renderingmethode minimiert werden (siehe Lektionen Farbräume konvertieren). Dennoch bleibt die Konvertierung letztendlich verlustbehaftet beziehungsweise eine Annäherung zur Ausgangsfarbe.
Im Kontext des Inkjetdrucks bedeutet dies, dass der Quellfarbraum möglichst zum Druckfarbraum der Drucker/Medien-Kombination passen sollte, um minimale Verluste im Farbumfang hinnehmen zu müssen.
Die Auswahl eines Farbraums richtet sich daher nach der jeweiligen Aufgabenstellung.
Ein wichtiger Aspekt des Farbmanagements ist, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass es keinen „universalen Farbraum“ für alle Anwendungen und Aufgabenbereiche gibt. Jede Anwendung hat ihre spezifischen Anforderungen, welche eine Anpassung des Farbmanagements erfordert. Daten für das Web und den Druck müssen für eine korrekte Reproduktion unterschiedlich vorbereitet werden!